Ich freu mir hier gerade ‘nen Ast! Ich habe bei Hyggelig ein cooles Booty-Kissen aus Zeltstoff gewonnen! Und es peinlicherweise erst ganz spät gesehen, weil ich in der vergangenen Chaoswoche gar nicht in mein privates Postfach geschaut habe und auch nicht wirklich zum Blog-Lesen gekommen bin. Genial! Und ich weiß auch schon genau, wo ich es hinlege… Erwähnte ich, dass ich eigentlich nie gewinne? Und wenn nur Blödsinn. Spontan fällt mir das Bonsai-Pflanzset ein. Monatelang habe ich den Blumentopf beobachtet, fleißig gegossen und gedüngt und nie ist irgendwas gesprossen. Oder der Regenschirm mit Alarmanlage. Bei den ersten Regentropfen ertönt eine Sirene + Blaulicht. Ja – man musste dafür mit bereits geöffnetem Schirm herumlaufen. Nein – den tieferen Sinn habe ich nie begriffen.
Samstags wird bei uns geputzt. Geht auch nicht anders, da zwischen Kind & Job unter der Woche einfach keine Zeit bleibt. Küche aufräumen, Wäsche waschen, Bügeln etc. mache ich zwar abends wenn Thea im Bett ist; aber die größeren Sachen bleiben liegen bis zum Wochenende, wo wir sie dann gemeinsam in Angriff nehmen. Dieses Wochenende war besonders putzintensiv, da wir morgen jede Menge Besuch erwarten. Also: Staub wischen, Kinderzimmer aufräumen, Bad wischen, Staubsaugen, Kinderzimmer erneut aufräumen, Altglas wegbringen, Spiegel putzen, mal wieder das Kinderzimmer aufräumen (insgeheim beschließen, das Kind bei der nächsten Putzaktion einfach auszuquartieren)…
St. Martin entwickelt sich bei uns nämlich mehr und mehr zum Großevent. Vor zwei Jahren ergab es sich, dass wir mit einigen Freunden nach dem Martinszug im Veedel mit eisigen Händen, roten Nasen und ohne große Lust schon dem Heimweg anzutreten, noch nach einem Kiosk mit Glühweinausschank suchten. Letztes Jahr luden wir dazu dann kurzerhand in unser Schuhkarton-großes Gärtchen ein. Was als kurzer Umtrunk gedacht war, endete gegen 23 Uhr mit dem „harten Kern“ in unserer Küche. Für dieses Jahr, also morgen Abend, haben sich nun schon 24 Erwachsene und 12 Kinder angekündigt. Die Nachbarn sind schriftlich vorgewarnt, in der Küche stehen 10 Flaschen Glühwein, literweise Ätzesupp und gleich gehe ich noch Weckmänner vorbestellen.
Der Martinszug ist übrigens ein sehr schöner. Er zieht von der Grundschule bis in den Park vor unserer Haustür. Dort brennt das Martinsfeuer auf einem Floß im See, die Kinder stehen mit ihren Laternen ringsherum, die Lichter spiegeln sich im Wasser, St. Martin zieht seine Runden um den See. Ich freu mich schon (…und habe mir vorsichtshalber für Mittwoch freigenommen
)!
Sparkassen-Mitarbeiterin: „Darf ich Ihnen noch diesen Prospekt in die Hand drücken? Es geht um Bausparverträge für junge Leute bis 21.“
Ich (hoch erfreut und sichtlich geschmeichelt): „Danke, aber ich bin schon über 21.“
Sparkassen-Mitarbeiterin zeigt auf Thea im Buggy: „Ich dachte auch eher an Ihr Kind….“.
Mein Lieblingskuscheltier als ich in Theas Alter war, war wohl ein potthässlicher Billig-Polyester-Affe, der der stürmischen Zuneigung eines Kleinkindes nicht gewachsen war und sich schon bald in seine Einzelteile auflöste. Ich nannte ihn Gelle, weil ich „lustiger Geselle“ nicht aussprechen konnte. Irgendwann sah meine Mutter sich gezwungen, Gelle zu entsorgen. Und als Ersatz gab es Toni, einen großen Steiff-Schimpansen, von dem sie sich eine längere Haltbarkeit versprach. Toni enttäuschte nicht! Er begleitete mich durch meine ganze Kindheit, war bei jeder Auswärtsübernachtung, jeder Klassenfahrt, in jedem Urlaub dabei. Er begleitete mich zu Arztbesuchen, schlief jede Nacht in meinem Bett. Weich war er irgendwann nicht mehr, irgendwann gab auch seine „Stimme“ den Geist auf, aber alles in allem stand er seinen Affen! Erst als ich irgendwann zu Hause auszog, trennten sich unsere Wege und Toni blieb im alten Kinderzimmer zurück.
Dort entdeckte meine Tochter ihn dann ein gutes Jahrzehnt später und erlag ebenfalls sofort seinem Charme. Toni, eigentlich längst im verdienten Ruhestand, zog also nach Köln in Theas Kinderzimmer wo er nun wieder hart rangenommen wurde. Das letzte Jahr hat nun wirklich deutliche Spuren hinterlassen. Toni hat zwei Löcher und Thea hat schon angefangen, die Füllung rauszupuhlen. Außerdem ist ihm beim Toben ein Auge herausgebrochen. Und dann ist er auch ganz fürchterlich verfilzt.
Letzte Woche brachte ich ihn also in eine Kölner Puppenwerkstatt. Auge annähen, Löcher stöpfen, mal mit dem Kamm drüber gehen… Ich rechnete mit 30-40 Euro. Als die Frau mir den Kostenvoranschlag über 140 Euro in die Hand drückte, musste ich schwer schlucken. Für das Geld kriege ich locker zwei neue Steiff-Schimpansen. Aber das wäre natürlich nicht dasselbe. Bloß – 140 Euro? Eine gewisse Ratlosigkeit macht sich breit…

Die Fotos hat der Opa gemacht…
Mensch Mensch, ich plage mich jetzt seit 5 Wochen mit so einem blöden Infekt rum. Erst Halsschmerzen, dann Husten, dann ein paar Tage nix, dann wieder Halsschmerzen, Husten – Sie verstehen das Prinzip? Zwischenzeitlich war ich auch mal für ne Woche krank geschrieben. Danach wieder zwei Tage im Büro und schon waren die Symptome wieder da. Es reicht jetzt! Keine Lust mehr auf den Quatsch!
Wenn der Mann mit seinem besten Kumpel telefoniert, der vor acht Monaten Vater geworden ist, dann versteckt er sich immer im hintersten Winkel der Wohnung. Dort höre ich ihn dann fachsimpeln. Er versteckt sich, damit ich mich nicht ständig einmische. Aber wenn ich so Sachen höre wie: „Isofix ist völlig überflüssig“ oder „Wir kaufen ja nie Schuhe für mehr als 20 Euro“ (Denkt er das wirklich?), dann kann ich mich einfach nicht zurückhalten. Besonders witzig waren auch seine Schwangerschaftstipps an die Kumpelfreundin, als der kleine Sohn noch im Bauch war. Da habe ich dann auch mal einen Lachkrampf bekommen. Seitdem die Versteckerei beim Telefonieren.
Gerade wollte ich Frau Miez’ Geschlechterposting kommentieren. Aber da mein Kommentar so ausuferte, schreibe ich lieber an dieser Stelle etwas dazu.
Meine Geschlechterpräferenz in der Schwangerschaft war eindeutig Mädchen, wobei ich da eine kleine freche Göre mit Zöpfen und Latzhose vor meinem inneren Auge sah. Halt die Art von Kind, die ich selber mal war. Lieber Playmobil-Piraten als Glitzerpony und grundsätzlich immer Bandenchef! Mein Gefühl sagte mir allerdings Junge – vielleicht redete ich mir das aber auch nur ein, um die Enttäuschung in Grenzen zu halten, sollte sich diese Ahnung bestätigen. Als der Frauenarzt den ersten Mädchenverdacht äußerte, hätte ich ihm vor Glück am liebsten die Arme um den Hals geschlungen.
Mein Mädchen habe ich bekommen, aber wider Erwarten ist Thea „Prinzessin durch und durch“. Jeden Morgen beim Anziehen wird gebettelt, ob es nicht doch ein rosa Kleidchen sein darf. Um diesen Stress zu mindern, haben wir nun so ein Gummizug-Ballett-Tutu gekauft, dass sie sich morgens ratzfatz über die Jeans ziehen kann. Zu Weihnachten will sie eine Barbie (das Kind ist 2 *kreisch*)!Beim Malen werden sogar die braunen, blauen, schwarzen Stifte aussortiert mit der Begründung das seien die „Jungsstifte“. Erschreckend irgendwie, weil es so gar nicht dem entspricht, was wir vorleben und wie wir selber als Kinder waren. Aber so ist sie halt und ich kann sie mir auch nicht mehr anders vorstellen. Sie ist sensibel, zickig, oft etwas unsicher, lässt sich schnell unterbuttern, ist nicht besonders mutig. Dafür ist sie offenherzig, großzügig (andere Kinder zanken sich ums Spielzeug, Thea verteilt wenn Besuch kommt erst mal Spielzeug an alle), zärtlich, witzig, blitzgescheit, wortgewandt… Mädchentypische Eigenschaften oder Thea-typische Eigenschaften?
Beim nächsten Kind wäre mir das Geschlecht dann wohl wirklich egal. Noch ein Mädchen – klar gerne! Zur Abwechslung mal ein Junge – auch toll! Wobei ich jetzt gerade so schön in Übung bin, was das Tee-Schlürfen aus Puppengeschirr betrifft
Das mit der Verkehrserziehung in der Kölner City ist ja so eine Sache. Im Großen und Ganzen weiß Thea bereits, dass sie bei rot stehen bleiben muss und bei grün gehen darf. Und wenn wir dann da so stehen und auf die grüne Ampel warten, ist ihr Lieblingsspruch: „Das weiß doch jeder, dass man bei rot stehen bleiben muss!“ Schwierig wird es dann, wenn jemand doch schnell bei rot über die Straße huscht (sprich: IMMER). „Der Mann geht ja bei rot über die Straße!!“ „Mmm. Das ist aber gefährlich.“ „Warum macht der das?“ „Öhm… Der ist vielleicht ein bißchen dumm.“ Und noch blöder wird die Situation, wenn die komplette Horde um einen herum bei rot über die Straße rennt, weil auf dem Gleis gegenüber die Straßenbahn einfährt und man selbst mit Kind als einziges stehen bleibt. „Sind die ALLE ein bißchen dumm?“
Erst gestern spielte sich oben beschriebens Szenario übrigens wieder ab. Diesmal rief mir der Übeltäter mit Fingerzeig auf Thea sogar noch „Entschuldigung“ zu.







