Samstags wird bei uns geputzt. Geht auch nicht anders, da zwischen Kind & Job unter der Woche einfach keine Zeit bleibt. Küche aufräumen, Wäsche waschen, Bügeln etc. mache ich zwar abends wenn Thea im Bett ist; aber die größeren Sachen bleiben liegen bis zum Wochenende, wo wir sie dann gemeinsam in Angriff nehmen. Dieses Wochenende war besonders putzintensiv, da wir morgen jede Menge Besuch erwarten. Also: Staub wischen, Kinderzimmer aufräumen, Bad wischen, Staubsaugen, Kinderzimmer erneut aufräumen, Altglas wegbringen, Spiegel putzen, mal wieder das Kinderzimmer aufräumen (insgeheim beschließen, das Kind bei der nächsten Putzaktion einfach auszuquartieren)…
St. Martin entwickelt sich bei uns nämlich mehr und mehr zum Großevent. Vor zwei Jahren ergab es sich, dass wir mit einigen Freunden nach dem Martinszug im Veedel mit eisigen Händen, roten Nasen und ohne große Lust schon dem Heimweg anzutreten, noch nach einem Kiosk mit Glühweinausschank suchten. Letztes Jahr luden wir dazu dann kurzerhand in unser Schuhkarton-großes Gärtchen ein. Was als kurzer Umtrunk gedacht war, endete gegen 23 Uhr mit dem „harten Kern“ in unserer Küche. Für dieses Jahr, also morgen Abend, haben sich nun schon 24 Erwachsene und 12 Kinder angekündigt. Die Nachbarn sind schriftlich vorgewarnt, in der Küche stehen 10 Flaschen Glühwein, literweise Ätzesupp und gleich gehe ich noch Weckmänner vorbestellen.
Der Martinszug ist übrigens ein sehr schöner. Er zieht von der Grundschule bis in den Park vor unserer Haustür. Dort brennt das Martinsfeuer auf einem Floß im See, die Kinder stehen mit ihren Laternen ringsherum, die Lichter spiegeln sich im Wasser, St. Martin zieht seine Runden um den See. Ich freu mich schon (…und habe mir vorsichtshalber für Mittwoch freigenommen
)!